Oft werde ich mit lustigen Sprüchen konfrontiert, wenn Menschen diese beiden Begriffe in Verbindung setzen mit dem, was sie darüber gehört haben.

Sind spirituelle Menschen oder Esoteriker alle Teetrinker, meditierende Spinner oder Räucherkerzen-Schwinger, tragen sie alle Heilsteine um den Hals und haben sich alle lieb? Oder ist das nur eine Ausprägung und Lebensweise, wie Menschen ihre Gesinnung zum Ausdruck bringen, in dieser Stufe ihrer Entwicklung das Leben, sich selbst und andere tiefgründiger wahrzunehmen?

Und sind Leute, die Persönlichkeitsentwicklung in Anspruch nehmen, plötzlich alle “reif für die Couch”, depressiv mit Burnout und  nicht mehr alleine lebensfähig ohnen einen Therapeuten oder Coach?

Dabei sind etliche Menschen vielleicht viel spiritueller, als sie bisher annahmen. Und viele entwickeln ihre Persönlichkeit, ohne es wirklich bewusst so zu nennen. Einfach nur deshalb, weil sie alltagstauglich nicht alles hinnehmen, was ihnen passiert und alles “aufschnappen” was man ihnen zuwirft, sondern sich auch hinterfragen, warum ihnen das passiert. Denn wie die Betrachtung vor einem Spiegel, brauchen wir einen zweiten, um uns auch von hinten -also die andere im Schatten liegende Seite- sehen zu können.

Es gibt also definitiv verschiedene Ausprägungen einer spirituellen Praxis und der persönlichen Entwicklung.

So gibt es diejenigen, die sich mehr esoterisch entwickeln, sich also nach innen wenden und einen Erkenntnisweg gehen, der früher nur einem bestimmten Personenkreisen zugänglich war. Im Gegensatz zur Exoterik, die sich eher der allgemein zugänglichen Lehre zuwendet. Esoteriker lernen manchmal okkult anmutende Methoden und Techniken, um an sich selbst zu arbeiten, sich zu entwickeln oder auch spirituelle Fähigkeiten zu erwerben.

Und es gibt den Weg der Orientierung an der tieferen Wahrheit mit dem Ziel, ein authentisches Leben zu leben. Diese Menschen finden über Methoden und Techniken, Selbsterforschung und Meditation mehr und mehr heraus, wer sie selbst wirklich sind und was sie wollen.

Sie nehmen sich selbst bewusster und differenzierter wahr. Sie erkennen sich selbst auch im Bezug zu anderen Menschen. Es geht mehr und mehr darum, ein Lebensgefühl zu bekommen, mit dem sie eben innerlich wirklich übereinstimmen und sich nicht mehr in eine Rolle zwängen, um etwas darzustellen oder zu sein, was sie nicht (mehr) sind.

Ich persönlich habe beobachtet, dass der erste Weg dem zweiten manchmal vorausgeht oder umgekehrt, am Ende aber beide Entwicklungswege zu einer Gesamtentwicklung der Persönlichkeit beitragen.

Persönlichkeitsentwicklung umfasst also durchaus spirituelle Ansätze, ist aber nicht zu verwechseln mit einer religiösen Gesinnung, reiner Esoterik oder abgehobener Besserwisserei.

Die Persönlichkeitsentwicklung wie ich sie anbiete, schaut hin, wo die Person in ihrer Entwicklung gerade steht und wo sie hin möchte. Welcher Schritt als Nächster gut wäre und für sie der passende ist, um eine Problemsituation zu meistern und/oder eine neue Ebene zu erreichen.

Ich coache, berate, begleite also die Entwicklung eines Menschen und dafür ist es erforderlich zu sehen, wo die Person gerade in ihrer beruflichen oder privaten Entwicklung steht und wo sie hin möchte. Dabei sind insbesondere die im Aussen sichtbaren Konflikte der Schlüssel zu dem, was in der inneren Entwicklung gerade ansteht.

Dies wird durch Methoden unterstützt, die den Menschen im Sinne von Erkenntnis- und Veränderungsprozessen, auch emotional konfrontieren und zu dem hinführen, was er für sich gerade braucht.

In der Welt der Form haben wir als Menschen immer beide Aspekte zu erleben, so wie es Tag und Nacht im Wechsel gibt. Denn das Eine kann ohne das Andere nicht erfahrbar gemacht werden. So kann tief empfundene Freude z.B. nur erlebt werden, in dem man auch die Trauer anerkennt und als einen Aspekt des Ganzen respektiert. So wie das Ein- und Ausatmen immer im wechsel stattfinden.

Das sind “spirituelle” Einsichten, die im Coaching allerdings mit Methoden kombiniert werden, wie man dann mit extremen oder besonderen Lebensituationen besser umgehen lernt und daraus noch einen Wachstumsprozess für die eigentliche Persönlichkeit machen kann.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs und all Ihren Lieben ein schönes Osterfest

und erholsame Feier- und Frühlingstage.

Herzlichst

Ihre

Claudia SchäferDSCN0702

 

 

 

IMG_6276_2Ich habe in einigen BLOG-Beiträgen bereits häufiger darüber geschrieben was es tiefergehend bedeutet, wenn wir uns unglücklich fühlen oder in Angst und Stress sind. Zumeist sind wir erstmal im Widerstreit zu unserer Realität. Wir wollen also etwas anderes, als das “was gerade ist” und das macht sowieso schonmal Stress (vgl. auch Vortrag von Prof. Gerald Hüther “Glücksgefühle” auf youtube https://www.youtube.com/watch?v=zW1U-JUl7tg).

Statt inne zu halten und ersteinmal anzunehmen, was ist, verdrängen wir, was wir nicht sehen oder fühlen wollen. Manchmal greifen wir dann zu einem Ersatz. Essen, rauchen, arbeiten…egal. Jedes Mittel ist recht, Hauptsache Ablenkung. Ein somit schnell zu Sucht führender Prozess, wenn wir uns nicht hinterfragen. Und Sucht beinhaltet “Suche”.

Nach was suchen wir also? Das Glück scheint im Aussen zu liegen. So suggeriert uns ja auch die Werbung ständig, dass eine neue Anschaffung glücklich macht. Im eigenen Heim, in einem schönen Auto oder einer Karriere scheint also das Glück zu liegen. Und wenn das dingliche  Glück dann “abgenutzt” ist, dann suchen wir etwas Neues, an das wir unser Glück hängen können. Wir erschöpfen uns darin. Eine neue Errungenschaft verursacht sicherlich Freude und das ist schön und darf sein, aber Glück?

In einem anderen Fall von unglücklich, wütend, ängstlich u.ä. sein, werden wir durch “Auslöser und Trigger” an etwas erinnert, dass in uns unbewusst noch mit Angst, Traurigkeit, Stress oder anderen negativen Emotionen verbunden ist und wir nicht wirklich geheilt, sondern nur irgendwo innerlich verdrängt/geparkt haben. Absolut menschlich übrigens und daher an sich ersteinmal völlig normal. Ein Überlebensmechanismus.

In diesem Fall verhält es sich so, dass wir im Augenblick des ursprünglichen Erlebens etwas nicht fühlen wollten/konnten, weil es uns zu heftig und gefährlich vorkam oder völlig überfordert hätte. Dann legen wir dieses Erlebnis irgendwo ab, gehen in die Wut oder Verleugnung um “zu überleben”  und wollen nicht mehr daran erinnert werden.Das gelingt auch zumeist eine Weile.

Wir vergessen/verdrängen es. Oft erst Jahre später tauchen diese Ereignisse wieder auf, aber nicht unbedingt direkt, sondern in Form einer Projektion auf Situationen oder andere Menschen. Ohne es zu merken, steht uns eine vermeintlich im Aussen auftretende Situation/Person zur Verfügung, damit wir uns mit dem erkennen, was wir irgendwann “weggelegt/geparkt” haben. Es liegt an uns, ob wir es annehmen oder erneut einen “Deckel drauf legen”.

Wir wollen unseren emotionalen Ballast nicht an- oder zurücknehmen und “zerschlagen” manchmal unbewusst oder unachtsam den Spiegel im Aussen, statt sich ihm zu stellen und anzunehmen, was er uns zeigen möchte um heil und ganz zu werden. Wir verleugnen dann diese Emotionen und weisen sie von uns.

Dauerhaft führt dieses unbewusste Vorgehen allerdings nicht zum Erfolg. Anders damit umzugehen, dürfen wir lernen.

Die harte Schale oder der Widerstand führen irgendwann dazu, dass man sich leer und ausgebrannt fühlt. Und auch der im Aussen angesammelte Reichtum, das brave Rennen im Hamsterrad, das Auto oder andere Dinge verlieren ihre Bedeutung, er-füllen die innere Leere nicht mehr und wir verlieren manchmal dann sogar das, was wir lieben oder dachten zu brauchen. Was wir nicht in uns haben, kann auch nicht bleiben.

Innere Fülle wird dauerhaft äussere Fülle nach sich ziehen und innerer Mangel, den äusseren Mangel. Diesen inneren Mangel können wir nur zeitweise mit äusseren Elementen füllen. Dauerhaft gesehen werden wir hinspüren müssen, wo und mit welchem Denkkonzept er entstanden ist und ihn dort ausheilen.

Innere Fülle bedeutet also auch dann bei sich selbst zu sein und sich anzunehmen in guten und schlechten Zeiten. Eine nicht immer leichte Aufgabe.

Sich selbst ein guter Zuhörer zu sein und der Stimme des Herzens zu lauschen, insbesondere in Phasen des “vermeintlichen” alleine Seins nicht von sich zu weichen. Doch wie geht das, wenn wir es nicht gelernt haben? Wie geht es, diese Selbstfreundschaft zu leben und sich zu erkennen und zu lieben? Im ALL-EINs-SEIN liegt tatsächlich der Schlüssel. Und in einem echten Austausch mit einem Menschen, der Dich achtsam spiegelt, wenn Du an den Stellen um Reflexion bittest, die Dir eben nicht so bewusst sind.

Deine Liebe zu Dir kannst nur Du Dir wegnehmen, wenn du den inneren Verurteilungen über dich selbst Glauben schenkst und Dich von Dir trennst. Im alleine sein kannst Du lernen zu fühlen und zu hören, welche trennenden Selbstkonzepte in dir für Traurigkeit und Unruhe sorgen. Lasse sie los.

Wahre Glücksgefühle kommen aus Dir heraus, wenn Du Dir Deiner Essenz wieder mehr und mehr bewusst wirst. Und das ist die Liebe. Daraus ensteht alle Form. Daraus entsteht Begegnung im Sein.

Am Dienstag Abend findet wieder ein Salon statt. Dieses Mal geht es um die verschiedenen Möglichkeiten, wie wir persönliche Entwicklung durch Methoden unterstützen können. Welche Methoden gibt es und wie bzw. auf was wirken sie. Dieses Zeitalter bietet eine Fülle an Möglichkeiten und der Salon-Abend soll etwas mehr Orientierung bringen.

Ich freue mich auf meine Gäste und auf einen Abend in geselliger Runde.

Hier geht es zu näheren Info´s und zur Anmeldung.

IMG_9134.JPG
Oft wird der Ausdruck “Selbstbewusstsein” umgangssprachlich damit verwechselt, dass jemand ein “starkes Auftreten” hat oder sich sehr ausdrucksstark darstellt. Doch ist dieser Mensch deshalb wirklich sich selbst bewusst? Oder überspielt jemand damit eine Schwäche, will etwas kompensieren oder auf andere projezieren?

Ich glaube, es geht hier um viel mehr. Es geht um Wachheit und Klarheit in der Realitätsgestaltung, um die Bewusstheit, dass wir unser Denken und die damit verbundenen Konzepte und Konsequenzen deutlicher wahrnehmen und bewusster auf diese Konzepte zugreifen und sie verändern, sofern sie unserer Entwicklung nicht mehr dienlich sind. Moderne Coaching-Methoden machen es möglich in guter Verbindung mit fernöstlichen Weisheiten und durch Meditation, diese Bewusstheit zu schulen und Veränderungen herbei zu führen.

In unserer Erinnerung ist absolut alles, was wir in unserem Leben erlebt haben, sinnlich abgespeichert und mit Handlungsstrategien, Bewertungen und Emotionen versehen. Insbesondere die Lebensabschnitte, die uns geschmerzt haben, in denen wir starker Trauer, Angst oder anderen unangenehmen Situationen ausgeliefert waren, sind noch in uns abgelegt, aber sehr unbewusst verdrängt oder abgespalten. Diese bilden unseren sogenannten Schatten, den wir erst erkennen können, wenn wir es für möglich halten, dass das was uns begegnet und berührt, möglicherweise auch in uns zu finden ist.

Diese verdrängten Teile können wir wieder ans Licht bringen und ansehen, in dem wir den Schmerz, die Trauer, die Ängste etc. bewusst und in einem geschützten Rahmen hervorholen und die darin gespeicherte Lebensenergie, die uns im Alltag fehlt und uns schneller müde oder resigniert sein lässt, mit bestimmten Methoden “recyceln”.

In diesen Prozessen, welche durch Coaching unterstützt werden, schöpfen wir neue Kraft und entscheiden uns neu. Wir schaffen neue Wahlmöglichkeiten und sind dem Leben wieder offener zugewandt.

Selbstbewusstes-SEIN heisst also, sich selbst dessen bewusst sein, was wir neu entscheiden und in unser Leben bringen wollen. Ja, auch kraftvoll, selbstsicher und ausdrucksstark, aber eben mehr als nur das. Herausfinden, was unsere wahren Bedürfnisse sind und was es wirklich benötigt, für ein glückliches und authentisches Leben. Und das ist bei weitem oft etwas völlig Anderes, als das wir uns allzuoft “materiell” wünschen. Frei nach Erich Fromm kommt erst das Sein und dann das Haben. Entdecke Deine innere Fülle durch Selbst-Bewusstes-SEIN.

 

Am kommenden Freitg ist es soweit und die nächste NLP-Ausbildung beginnt. Ab dann gilt “Einstieg jederzeit möglich”, denn jeder Block ist in sich thematisch geschlossen und Grundlegendes aus der Basis wird in jedem Wochenende mit wiederholt.

Ich freue mich sehr auf meine Teilnehmer und diese Reise der persönlichen Entwicklung gepaart mit fundierten Techniken, die sowohl im privaten wie auch beruflichen Bereich eingesetzt werden können.

Start am Freitag, den 11. März 2016. Eine zertifizierte Ausbildung nach den Richtlinien des DVNLP e.V. an insgesamt 7 Wochenenden, “urlaubsschonend” je freitags ab 16: Uhr  bis sonntags ca. 17:30 Uhr.

Wer noch dazu kommen möchte, kann sich hier noch anmelden oder mich telefonisch kontaktieren.