Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht auf Facebook, in diversen Newslettern, in bestimmten Zeitschriften uä Medien gute Impulse zum Thema Glück verbreitet werden.

Schließlich ist es unser aller Bestreben, dass wir Glück im Leben empfinden können. Dieses Thema beschäftigt die Menschheit schon immer und so finden wir in vielen Weisheitstraditionen Hinweise darauf, was Glück ist und wie wir es erlangen können.

So ist Glück manchmal ein scheues Reh, wie mein Trainer zu sagen pflegte, dass schon durch einen kurzen Augenblick negativer Gedanken wieder verschwinden kann. Oder auch dadurch abhanden kommt, weil wir es an etwas dingliches oder persönliches gebunden haben.

Buddha sagt, dass alles was wir jetzt sind, das Resultat unserer Gedanken ist. Also ist es doch wirklich sinnvoll, dass wir uns gegenseitig immer wieder daran erinnern, dass wir gerade einer gedanklichen Fehlleistung oder Bewertung aufgesessen sind.

Für meinen Geschmack stellen wir alle, also die die darüber schreiben, sowie die, die sich aktiv damit beschäftigen grds. eine sinnvolle Focusverschiebung her, die uns temporär weg bringt von der Schwere der scheinbar unlösbaren und Machtlosigkeit erzeugenden Bilder und Nachrichten unserer Zeit.

Gedanken kommen und gehen aber wie Wolken, die für Momente die Sonne verdunkeln. So sind es also unsere Gedanken, an die wir anhaften und die wir durch ihre Bewertung und Bedeutung zu ernst nehmen und damit dem Glück hinterher rennen oder es an Personen und Materie heften, wodurch wir im Hamsterrad rennen und für Lob, Anerkennung und Bestätigung manchmal viel zu viel tun, was mit unserem Wesenskern nichts mehr zu tun hat.

Und wenn es in der Welt weniger Kriege gäbe, der Nachbar sonntags morgens nicht Klaviermusik hören und mein Chef etwas weniger cholerisch reagieren würde usw…., ja dann wäre ich endlich glücklich.

Byron Katie hat in ihrer Methode „The Work“ schon die richtigen Fragen gestellt, um deinen Mind zu irritieren. „Stimmt das? Ist das wirklich wahr?“

Und jedes Mal wenn du deine Work zu einer Situation machst, also deine Arbeit mit deinen Gedanken, wirst du wieder feststellen, es sind deine Gedanken, die es schlecht oder gut erscheinen lassen. Darüber erzeugt unser Gehirn entweder Stresshormone oder Glücksgefühle.

Ein Sprichwort, dass ich vor vielen Jahren gelesen habe, sagt:

„Wenn du die Welt verändern willst, verändere erst dein Land. Wenn du dein Land verändern willst, verändere erst dein Dorf. Wenn du dein Dorf verändern willst, verändere erst deine Familie. Wenn du deine Familie verändern willst, verändere erst dich selbst. Du bist der einzige Mensch auf der Welt, den du verändern kannst.“

Und genau an dieser Stelle beginnen alle sinnvollen Methoden seit menschengedenken. Wir können immer nur in uns anfangen. Jeden Tag ein bisschen mehr ein wenig ehrlicher mit uns zu sein und unsere Gedanken zu hinterfragen, so das unser Verstand nicht unser Hindernis auf dem Weg zum Glück, sondern wieder zu unserem Diener wird, uns zu leben.

Allerdings ist der Part der innerlichen Veränderung der Familie einer der wichtigsten, denn sonst legen sich deine verletzten Strukturen auf dein heutiges Umfeld.

Andere Menschen dienen dir dann als Projektionsfläche und du behandelst sie unter Umständen nicht so, wie es unter erwachsenen Menschen dienlich ist.

Dabei müssen die Themen noch nichtmal dich direkt betreffen, sondern können auch aus verschiedenen Generationen deiner Familie in deinem heutigen Energiefeld wirken.

Differenzierte Wahrnehmung, das bedeutet aus einer höheren Perspektive auf sich und eine Situation schauen können, unterstützt uns dabei, aktuelle Lebenssituationen anders einschätzen zu können.

Auch verwechseln wir oft die Bewertung in einer Situation mit unserer Persönlichkeit. Wir behandeln uns dann selbst wie einen Sklaventreiber. Zum Beispiel, wenn wir eine Aufgabe nicht so optimal schaffen. Es ging dabei nicht um unseren Wesenskern, der etwas nicht geschafft hat, sondern um einen Teilaspekt in uns, der eine Aufgabe nicht optimal gelöst hat.

Doch bereits in der Kindheit wurden wir häufig an unseren Leistungen gemessen und damit wurde nicht differenziert zum Ausdruck gebracht, dass nicht wir schlecht sind, sondern nur das nicht ok war, was wir getan haben.

So haben wir aber mit der Zeit gelernt, dass wir bei Schlechtleistung uns selbst bewerten und das eben nicht zum Besten.

Innere Selbstverurteilung und Selbstzweifel sind dann die Folge. Es begegnet uns in dieser Zeit, dass wir uns stetig und immer wieder gegenseitig daran erinnern, dass das Glück sehr stark von unseren Bewertungen abhängig ist, die wir in uns über uns selbst tragen.

Es geht um die Konditionierung unseres Geistes und eine liebevolle Betrachtung unserer Selbst. Dies ist eine „Disziplin“ unserer Zeit, die uns allmählich lehrt, dass wir erst mit uns und dadurch auch mit anderen besser umgehen.

Und hierbei, also wie du über dich selbst denkst, hast du immer die Wahl. Hier kannst du dich auch als erfolgreich betrachten, wenn du neue Wahlen triffst.

Dort, wo man deinen Fokus hin schiebt, wenn man über dich hart urteilt und du dich fragst, was du falsch gemacht hast, das macht dich u.U. machtlos und traurig. Du suchst nach Fehlern statt nach Lösungen. Du suchst nach dem, was du nicht kannst, statt dass groß zu machen, was dein Potenzial ist.

Nehme solche Situationen lieber als Hinweis und frage dich, wer war der erste Mensch in deinem Leben, der Dir dieses Vorgehen vorgelebt hat oder das mit dir gemacht hat und was hast du da fälschlicherweise angefangen über dich selbst dabei zu denken und über die Menschen um dich herum? Löse es auf und wähle neu.

Wer war es, der dein Verhalten und dein Sein in einen Topf geschmissen hat, um es zu beurteilen? Und du hast alles einfach so geglaubt. In dir findest du die Antwort auf das, was dir heute begegnet.

Doch der große Unterschied zwischen damals, als du Kind warst und heute, wo du erwachsen bist, ist deine Entscheidung, wie du jetzt damit umgehen möchtest.

Entscheide dich neu, informiere dein inneres Kind über seine einfache, eindimensionale und vielleicht manchmal auch irrtümliche Einschätzung, die aus der Abhängigkeit heraus entstanden ist und erkläre ihm diese Welt neu. Treffe neue Entscheidungen für Dich.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Start in die neue Woche.


Unser inneres Bild können wir durch Aufstellungen sichtbar machen, dieses Bild in Liebe und Klarheit sanft verändern und damit unseren inneren Raum erweitern.

Aufstellungen wirken auf diese Weise in uns und damit auch im Außen und in der Wahrnehmung unserer damit gewonnenen neuen Möglichkeiten.

Am kommenden Samstag findet der nächste Aufstellungstag statt und damit gibt es wieder Chancen zur Veränderung und zum Perspektivwechsel.

Wer noch dabei sein möchte kann sich noch als Repräsentant anmelden und auch aus dieser Position wertvolle Erkenntnisse ziehen. Es gibt auch noch freie Plätze für eigene Anliegen. Ich freue mich auf meine Gäste.

Hier geht es zu weiteren Infos und zur Anmeldung: https://www.xn--claudiaschfer-kfb.de/?event=naechster-aufstellungstag-am-9-februar-2019