Unser Gehirn ist ein Höchstleistungsrechner mit unfassbar vielen Möglichkeiten, die Erlebnisse der Vergangenheit aufrecht zu erhalten und immer wieder wie ein riesiger Filmprojektor abzuspielen. Das ist in wesentlichen Bereichen auch gut so, denn sonst müßten wir täglich alles neu erlernen. Der Nachteil allerdings ist, dass sich auch alte Erfahrungen der negativen Art so ablagern, dass sie automatisiert ebenso aufrecht erhalten werden und damit auch alle Schutzmechanismen aktiviert bleiben, die uns von einer neuen Erfahrung abhalten.

So erleben wir unsere Wirklichkeit über Jahre häufig immer und immer wieder sehr ähnlich, eben wie in dem Film “Und täglich grüßt das Murmeltier”. Insbesondere auffällig werden solche Wiederholungen in unseren Liebesbeziehungen und auch im beruflichen Alltag. Schliesslich nehmen wir den Hauptdarsteller, nämlich uns selbst, samt Drehbuch immer mit und inszenieren unser Bühnenstück überall da, wo sich gerade entsprechende Darsteller anbieten, die das Stück mitspielen.

Aber mal ehrlich, im Fernsehen wollen Sie auch nicht immer die x.te  Wiederholung von immer ein und denselben Filmen sehen. Sie wünschen sich etwas Neues. Und einfach den Fernseher ausschalten ist auch keine Lösung, denn das Programm hat sich dann noch immer nicht geändert. So können wir dauerhaft auch nicht vor dem Leben davon laufen und werden immer wieder mit Menschen und Situationen konfrontiert, die uns “triggern” und die alten Filme hochfahren, die wir dachten “abgelegt” zu haben.

Tauchen also plötzlich neue Menschen in Deinem Leben auf, aber die Themen, die Du mit ihnen erlebst, sind wieder die Gleichen, die Du doch eigentlich nicht wieder erleben wolltest, hast Du früher nur etwas verdrängt, statt es zu verarbeiten und daraus wirklich etwas zu lernen. Wie Du es auch drehst und wendest, wird es in jedem Fall auch etwas mit Deinem Drehbuch zutun haben.

Unser bewusster Regisseur hat vielleicht schon entschieden, dass wir den Hauptdarsteller glücklich und zufrieden erleben wollen, aber leider hat er nicht alle inneren Szenen vor Augen, die noch umzuschreiben sind. Würden wir also anerkennen, dass wir die Erlebnisse im Aussen dazu nutzen können, unsere inneren Einstellungen zu verändern und den Hauptdarsteller neu zu instruieren, statt uns weiter über etwas Altes, was uns unser Gehirn einspielt zu ärgern, wären wir wesentlich handlungsfähiger. Dazu ist allerdings eine Menge Selbst-bewusst(es)Sein erforderlich.

Also immer dann, wenn wir uns etwas “vormachen”, wir also mal wieder nicht in der Realität sind, sondern in dem, was wir uns von der Realität und damit auch von anderen Menschen wünschen, wird es brenzlig. Wir sehen gar nicht mehr das, was auch noch da ist. Weder den Anderen in seinen Bedürfnissen noch die Lernaufgabe hinter allem und am allerwenigsten die Geschenke des gegenwärtigen Augenblicks.

Frag Dich zur Abwechslung doch einfach mal, warum Du bestimmten Ärger über einen anderen Menschen oder eine Situation so lange aufrecht erhälst und in Gedanken wiederholst, statt einfach zu fühlen, was Du statt dessen fühlen müsstest. Vielleicht müsstest Du dann fühlen, dass du frustriert bist und es nicht aushalten willst, das ein anderer Mensch andere Entscheidungen für sich trifft. Dann kannst Du aber dich selbst fragen, was dich so frustriert und so kommst Du immer tiefer zum Urgrund und Urheber des eigentlichen Ursprungs. Nur dort kannst Du wirksam auflösen, was sich an der Oberfläche mittlerweile sehr verzerrt und verallgemeinert darstellt.

Und wenn Du z. B. in der Kindheit landest, wo sich Dein Vater oder Deine Mutter mal nicht so verhalten hat, wie Du es als egozentrisches Kleinkind es gerne gehabt oder gebraucht hättest, so ist es nunmal eine Tatsache, das Du heute Dir selbst diese Aufmerksamkeit geben darfst und diese nicht immer von anderen Erwachsenen bekommen kannst. Spannend ist auch die Frage, was glaubst Du seit dieser Zeit von Dir und was wiederholt sich seitdem mit Regelmäßigkeit? Das sind innere kommunikative Prozesse, die Dich wirklich weiterbringen. Ärger kostet dauerhaft nur Lebenszeit.

Wie man in diese Prozesse eintauchen, Erkenntnisse daraus ziehen und wirksame Veränderung hervorbringen kann und wie wir damit uns selbst aber auch unseren Beziehungen mehr Lebendigkeit, Freiheit und Abwechslung einhauchen können, das ist z.B. über NLP (neurolinguistisches Programmieren” erlernbar.

Weitere Informationen zum Basis-Training NLP findest Du hier. Der nächste Practitioner-Block NLP “Two in One”  findet statt am 10.-12. Juli. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

Mach mit, steig ein und erkenne Dich selbst in einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich auf den Weg gemacht haben, dem Leben mehr Lebendigkeit einzuhauchen. ich freue mich auf meine Teilnehmer am kommenden Wochenende und auf die, die noch dazu kommen wollen.

 

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