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Was ist eigentlich noch möglich? Muss ich noch irgendwer werden? Oder bin ich schon längst die, die ich immer sein wollte? Und wie lange möchte ich die, die ich sein wollte, dann eigentlich sein?  Vielleicht wird ja auch das auf die Dauer langweilig.

Diese Fragen sind vielleicht etwas ungewöhnlich und verwirrend. Schaut man allerdings auf die Angebote, die uns im Internet entgegen schlagen, könnte man schnell auf die Idee kommen etwas zu verpassen, wenn man jetzt nicht endlich loslegt, endlich auch erfolgreich und/oder glücklich zu werden.

Hast du eigentlich gedacht, nach der Schule und der Ausbildung wäre es endlich gut mit dem Lernen und du bist endlich angekommen? In Wahrheit kamen doch schon bald die nächsten Menschen und Herausforderungen, Wünsche und Sehnsüchte in dein Leben. Die erste Partnerschaft, die erste Trennung, die erste Ehe, das erste Kind, die erste Beförderung, die erste Versetzung und so weiter. Und wenn ich dann noch endlich dieses oder jenes besitze, bin ich endlich glücklich.

So kann man daraus schließen, dass die einzige Konstante im Leben die ist, dass sich stetig alles verändert und es in sofern zunehmend wichtig wird, innerlich einen Halt auch in stürmischen Zeiten zu finden.

Besitz und Wohlstand sind also sehr wichtig, um ein Fundament zu bilden, sich die höheren Fragen zum Sinn des Lebens zu stellen. Das erkannte schon Maslow mit der maslowschen  Bedürfnispyramide. Also die Frage, wer bin ich und was macht mich wirklich glücklich, kann dich früher oder später treffen. Spätestens dann wirst du erkennen, dass allein Wohlstand und Besitz nie der Ersatz sein können für wahre Erfüllung.

Doch sie werden dich unterstützen, den Raum und die Zeit und die Gelassenheit zu haben, die Erfüllung in sich zu finden. Erfüllung bedeutet,  dass du in dir schon wirklich Fülle hast, welche es wie einen Schatz zu finden gilt.

Und in der Tat kann es eine Zerreißprobe darstellen, wenn du feststellst, dass dein tägliches Tun dir zwar viel Geld und Erfolg gebracht hat, doch deine Erfüllung woanders liegt. An dieser Stelle reicht es einfach nicht aus, dies zu ignorieren, hier ist wirklich professionelle Begleitung wichtig, weise Schritte zu tun, damit deine Basis erhalten bleibt  und nicht ein weiteres Loch gerissen wird. Allerdings verschweige ich nicht, dass wir manchmal etwas loslassen müssen, bevor etwas Neues kommen kann.  Bevor mir das Leben etwas aus der Hand schlägt, wäre es natürlich schön, wenn ich hier selbst gezielt wählen kann.

Daher können sich Angebote vom schnellen Geld als Wege in eine Sackgasse entpuppen, die dich noch unglücklicher sein lassen als vorher. Und warum? Weil es nicht immer ausreicht einfach nur einen Glaubenssatz zu verändern, ohne zu berücksichtigen, welche anderen Lebensfelder mit beeinträchtigt werden und was ich mit der Veränderung dort anrichte.

Das Gute an diesen Angeboten ist allerdings, dass sie tatsächlich den Nutzer dazu bringen, die gewohnten Pfade im positiven Sinne anzuzweifeln und die Erfahrung zu machen, dass es Methoden und Werkzeuge gibt, neue Wege zu erfinden und zu beschreiten.

Aus meiner Sicht kann es sich dauerhaft als eine gute Praxis erweisen, aus den Veränderungen im Leben nicht immer einen dramatischen Staatsakt zu veranstalten, sondern zu lernen, wie man mit Veränderungen wirklich sinnvoll umgeht.

Veränderung gehört also einfach dazu, weil unsere Seele erkannt und gel(i)ebt werden möchte. Unser Verstand hingegen hält gerne am Gewohnten fest. Er ist konservativ. Er konserviert unser Erleben wie eine Dose mit eingemachtem Obst aus den letzten Jahren. Das bedeutet nicht, dass dieses nicht auch nahrhaft ist, doch eine frische Ernte kann eine große Bereicherung der Vielfalt sein.

Nun, es gibt also seit geraumer Zeit eine Angebotsfülle von Möglichkeiten, die uns darauf aufmerksam machen, etwas Besonderes werden zu können, um endlich glücklich und erfolgreich zu sein. Ziele und Visionen zu entwickeln, um endlich das zu erreichen, was dann glücklich machen wird. Eben irgendetwas immer tun zu müssen, um endlich irgendwann irgendwer und irgendwie zu sein.

Das löst zudem, dass viele Menschen jeden Tag eine Arbeitsstelle aufsuchen, in der sie sich über alle Maßen gefordert und auch überfordert fühlen, zu den alltäglichen familiären Konflikten, weitaus zusätzlichen Stress aus. Man könnte fast denken, wenn ich jetzt nicht loslege, dann bin ich erst recht ein Looser.

Ich möchte dies ein wenig relativieren und Mut machen.

Mit Ende 20 hatte ich zunehmend das Gefühl, dass das Leben in meinem damaligen Beruf nicht das ist, was ich bis zur Rente tun wollte. Es hat mich eine Weile begleitet, mir Spaß gemacht, mich angestrengt, mir viel Geld gegeben. Und ich hatte ja auch nur diese eine Ausbildung und ich wollte nicht unbedingt noch einmal etwas Neues lernen. So suchte ich horizontal nach dem, was mich glücklicher machen könnte. Ich blieb in den gewohnten Bahnen und tauschte nur die Firma und die Gesichter aus.

Als mich vor 15 Jahren dann mein Weg in meine erste NLP Ausbildung führte, habe ich also nicht das erste Mal in meinem Leben  auf mich selbst geschaut. Doch ich habe gelernt, es bewusster und mit viel mehr Freude zu tun.

Als der erste Schock überwunden war, dass ich tatsächlich überhaupt noch keine richtige Vision in meinem Leben hatte, wurde mir klar, das es ja dafür nicht zu spät ist. Hinter meinem scheinbaren Horizont ging es tatsächlich weiter.

Im zweiten Schritt, der auch der weitaus schwerere war, habe ich gemerkt, es gab schon immer etwas was ich wollte, doch ich hatte es vergessen und verdrängt unter dem, was das Leben zunächst von mir forderte. Es ging um die so genannte innere Erlaubnis, die mich fühlen ließ, wie sehr ich doch noch im Außen nach Erfüllung und Erlaubnis suchte. Tun was alle taten war mit Sicherheit und Zugehörigkeit verknüpft  und gleichzeitig war es mir nicht mehr möglich, genau das weiter zu leben. Wollte ich wirklich jetzt einfach etwas Besonderes sein? Mich abheben? Nein. Das war es offensichtlich nicht. Es fühlte sich nur zunächst so an.

Das, was da frei werden wollte, war einfach stärker und es gab irgendwann keine Ausrede mehr. Ich konnte mir selbst nicht mehr ausweichen.

Es gab nicht mehr einfach nur Erkenntnis, sondern es boten sich im NLP Methoden, Möglichkeiten und Wege an, aktiv etwas zu gestalten und was aus dem, was sowieso schon so lange in mir war, zu machen.

Es entschlüsselte sich das „Strickmuster“ und das fand ich faszinierend. Ich wollte genau das unbedingt an Andere weiter geben.

Heute weiß ich, dass das, was ich heute tue im Grunde immer schon in mir war.   Auch in meiner Tätigkeit als Abteilungsleiterin. Ich habe Menschen schon immer auf eine besondere Art und Weise begleitet. Als ich das endlich für mir selbst anerkannt habe, konnte dem Kern in mir begegnen, ihm mehr Raum geben und die geeignete Nahrung und den richtigen Standort. Ich konnte mir in meinem Leben den richtigen Platz geben.

Heute unterstütze ich Menschen dabei, ihren richtigen Platz zu finden und sich selbst mehr zu erlauben und anzunehmen, wie sie in Wahrheit sind. Und ich bin sehr glücklich, dass mein Weg mich auf diese Weise geführt hat. Aber dies war mein Weg. Deiner kann völlig anders aussehen.

Insofern verstehe ich heute diese Angebote um so mehr, denn ich war damals genauso begeistert und wollte jeden damit in Berührung bringen. Und diese Begeisterung hat eigentlich nie aufgehört, ist sie doch eine wichtige Essenz des Lebens, dass es gestaltet und aktiv erkannt und angenommen werden möchte.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren all die Stationen, angefangen von der Fürsorge meiner Familie, die Vorschule, die Schulzeit und auch die Ausbildung und das Fortbildungsstudium ein Weg, der mich wie an einem Geländer entlang geführt hat, welches mir sicheres Geleit durch diese Jahre gab. Es war irgendwie normal für mich. Es war eben so. Doch eine innere Stimme sagte immer wieder, es kommt noch etwas Anderes und sei wach dafür, was es sein könnte.

Bei aller Begeisterung darf man aber durchaus nicht vergessen, dass es auch eine Portion Krisen, Mut, Zeit, Selbstliebe und Vertrauen braucht, den Weg bewusst zu gehen, denn er ist im weitesten Sinne selbstbestimmt und damit entfällt früher oder später die Ausrede, weshalb etwas nicht funktioniert.

Die Ausrede ist dann irgendwann nur noch eine Erklärung, die man aktiv verändern oder eben so annehmen kann, wie es ist.

Und ja, manchmal gibt es auch Dinge und Situationen, die sogar erst komplett angenommen werden müssen, also womit du deinen Frieden machen darfst, bevor überhaupt etwas weitergeht.

Schlussendlich kann man allerdings nicht am Grashalm ziehen, damit er schneller wächst. Veränderung braucht Gelegenheit und Zeit und ein Same darf erst unter der Erde wurzeln schlagen, bevor das erste Grün oberhalb der Erde zu sehen ist. Also ist auch das Thema Geduld und Demut wichtig.

Es geht also gar nicht darum, jemand zu werden. Es geht darum, den Kern zu entwickeln. Auszuwickeln aus all den Verstrickungen und Mustern, die es bisher nicht ermöglichen, dass dieser Kern Wurzeln schlägt und sich entfalten kann.

Du bist also schon jemand. Und du bist damit komplett einzigartig.

Was all diese Methoden und Angebote dir also schenken möchten, ist die bewusste Hinwendung zu diesem deinem Kern und damit das Geschenk der zunehmenden Liebe zu sich selbst, aus der die wahre Liebe zu Anderen erst erwachsen kann.

Jeder Mensch ist schließlich individuell. Der Eine sollte vielleicht seine berufliche Ausrichtung verändern, möglicherweise sogar etwas ganz anderes machen als vorher. Der Andere kann aus diversen Gründen vielleicht nicht aus dem alten Beruf aussteigen. Oder ist mit der Art der Arbeit eigentlich glücklich, aber mit dem  Umgang unter Vorgesetzten und Kollegen nicht.

Hier reicht dann oft eine innere Klärung, eine Veränderung der Einstellung oder Sicht auf die Dinge. Man muss also nicht immer das Rad neu erfinden.

Freue dich auf dich selbst und wenn du magst,  komme in Kontakt mit Menschen, die als Gleichgesinnte deinen Weg gerne mit begleiten.

Ich freue mich darauf, dich im Rahmen meiner Angebote ein Stück des Weges deiner Entwicklung begleiten zu dürfen.

Vielleicht wäre die Teilnahme am nächsten Salon der persönlichen Entwicklung, Dienstag, 24. April ab 19:00 Uhr ein leichter und erster Einstieg. Wenn du dabei sein möchtest, geht es hier zur Anmeldung.

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