Brahmavihāra – ein Begriff aus dem buddhistischen, der für die vier himmlischen Verweilzustände steht. Einer dieser Zustände ist der Metta-Zustand. Er steht für Freundlichkeit, Liebe, Güte, aktives Interesse an anderen Menschen und Sympathie. Im Metta-Sutta, einer Lehrrede des Buddha Siddharta Gautama, wurde Metta vergleichbar mit der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind beschrieben. Ziel der Haltung der liebenden Güte ist, sie auf alle fühlenden Wesen auszuweiten.

Somit wird in der Meta Meditation eine freundlich wohlwollende Haltung gegenüber allen fühlenden Wesen geübt. Am Beginn richtet man einen der Sätze der liebenden Güte (Metta) zunächst an sich selbst, bevor man im Anschluss die gleichen Sätze an eine nahestehende Personen richtet und auch an Menschen, mit denen man Schwierigkeiten hat.

Wie bei jeder Meditation ist es ein Stück weit Übung, zunächst die störenden Gedanken und Gefühle auszublenden. Beginnt man mit dieser spirituellen Praxis der Metta Meditation, wird Anfängern empfohlen, zunächst einmal die liebende Güte nur an sich selbst zu adressieren, bevor man auch die anderen Personen mit einbezieht.

Dabei geht es insbesondere darum, sich selbst zunächst Mitgefühl und Liebe zu schenken.

Hier einige Sätze, die dafür infrage kämen:

Möge ich freundlich zu mir selbst sein.

Möge ich mich selbst so annehmen, wie ich bin.

Möge ich glücklich sein .

Möge ich körperlich gesund sein.

Möge ich frei sein von Gefahr.

Möge ich leicht durchs Leben gehen.

Forscher der Stanford University haben ein Experiment mit der Metta Meditation durchgeführt und das Ergebnis war verblüffend. Selbst eine kurze Metta Meditation von wenigen Minuten führte im Durchschnitt zu einem Gefühl größerer sozialer Verbundenheit und einer positiven Einstellung sich selbst und auch unbekannten Personen gegenüber.

Auch weitere Studien u.a. in einer Firma, durchgeführt von B. Frederickson (University of North Carolina) ergaben, dass nach einem mehrwöchigen Metta Meditationskurs die Achtsamkeit unter den Kollegen verstärkt wurde. Sie berichteten von einem größeren Sinnerleben, der Zunahme positiver Emotionen und Beziehungen zu anderen Personen und sogar vom Rückgang körperlicher Beschwerden bis hin zu weniger depressiven Symptomen.

Auch im Max Planck Institut in Leipzig gibt es seit 2013 Studien zur hormonellen und neuronalen Auswirkung von mentalem Training und Achtsamkeit. Hier ist auch die Meta Meditation ein Teil der Übungen.

Vielleicht probierst du es einfach aus, um deine eigenen Erfahrungen zu machen. Schon 10 Minuten für den Einstieg reichen Anfangs aus.

Du kannst diese Meditation auch zeitlich ausdehnen und in einer nächsten Runde nahestehende Personen mit einbeziehen, dann in einer weiteren Runde andere entferntere oder fremde Menschen und in einer vierten Runde Menschen, mit denen du es vielleicht momentan schwer hast oder ein Konflikt eure Beziehung stört. Eine umfassende Metta Meditation dauert bis zu 1 Stunde.

Ich habe für dich eine kurze circa elfminütige Meditation für den Einstieg in die Güte für dich selbst aufgesprochen. Viel Freude bei der Meditation.

Mögest du glücklich und in Frieden sein. 🤗🙏

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