Selbstliebe, Freude, Herzensbusiness, ideale Partnerschaft, wahrhaftige Beziehungen…diese und ähnliche Begriffe sind die Schlagworte, die auf Instagram, Facebook und Co. zu sehen sind und ja, die auch ich oft nutze. Nun könnte man fast meinen, sieht man noch die freudvollen Videos, die lachenden Menschen und ihre Erfolgsgeschichten dazu, dass alle, die ihren Arbeitsplatz noch nicht in die Natur, ins Ausland oder ans Meer verlegt haben, die noch keine tolle Partnerschaft führen oder einen Job haben, den sie nicht ohne weiters wechseln oder verändern können, die Verlierer oder langweilige Normalos sind und wenn du quasi jetzt nicht handelst und diesem Aufruf nicht folgst, die Welt für Dich untergeht.

Der ein oder andere wird sich beim Anblick der Posts vielleicht wirklich immer häufiger die Frage stellen, was da bei den anderen soviel besser klappt und mit seinem Leben allmählich passiert, das gestern noch in Ordnung war? Warum taucht auf einmal die Unzufriedenheit deutlicher auf oder funktionieren bestimmte Verhaltensweisen nicht mehr, die bisher noch immer für einen reibungslosen Alltagsablauf gesorgt haben. Wieder andere werden vielleicht diese „always#happy#people“ belächeln.

Die Reaktionen sind mit Sicherheit vielschichtig, aber zwei Dinge sind möglicherweise doch nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Zum Einen, dass das Bessere schon immer Feind des Guten war und hier nun stärker an die Oberfläche kommt. Denn es gibt immer mehr Menschen, die einen deutlichen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit gezogen, diese reflektiert und transformiert haben und einen Neuanfang wagen, weil sie in der bisherigen Stufe ihres Lebens entweder keine Lösung oder keinen Sinn mehr gesehen haben oder krank geworden sind.

Diese Geschichten können heute gut platziert auf den Plattformen in einer Vielzahl gelesen werden, wie es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sicherlich nicht der Fall war oder uns nicht so zugänglich gewesen ist. Es war eigentlich immer schon da, aber man hat halt nicht so viel darüber gesprochen.

Zum Anderen, dass Menschen sich vielleicht oft genug etwas vorgemacht haben, was ihrem Kopf entsprungen ist, aber schon lange nicht mehr ihr Herz oder ihre Seele berührt. Alles hat eben immer seine Zeit und wir tun uns hin und wieder schwer, die Zeichen anstehender Veränderung richtig als Chancen zu deuten.

Und ja, es ist tatsächlich unweigerlich ein neues Zeitalter angebrochen, was uns allen mehr Wahlmöglichkeiten eröffnet als bisher. Und genau das ist dein Spiegel. Wenn es dich also berührt und du zwischen Bewunderung und Belächeln hin und her schwankst, kannst du davon ausgehen, dass es vielleicht auch in dir noch schlummernde Potenziale und Talente gibt, die du vielleicht mehr in dein Leben hinein bringen möchtest, aber nur noch nicht weißt, wie du das anstellen sollst.

Und bei all diesen Erfolgsstories und glücklichen Menschen im Internet kannst du auch davon ausgehen, dass auch sie fast alle einen Weg hinter sich haben, der durch eine Inventur ihrer Vergangenheit geprägt war. Und dabei stößt man natürlich auch auf Schattenaspekte des Selbst, verletzte Strukturen aus der Kindheit und auf jede Menge anderer Themen, die gerne verdrängt werden.

Doch warum verdrängen wir unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche und Potenziale? Weil wir es zumeist so gelernt haben und daher Angst haben, sonst nicht in die Gesellschaft zu passen. Und genau diese Menschen, die jetzt im Internet sehr viel von sich Preis geben über ihr neues Leben, ihre Selbstliebe, ihre Erlebnisse der Selbstentfaltung, alle diese Menschen haben verstanden, dass wir in der Vergangenheit manchmal mehr funktioniert als gelebt haben.

Bitte versteh das richtig, funktionieren heißt ja auch, manchmal einen kühlen Kopf bewahren und nicht direkt emotional dazwischen hauen. Doch wenn du mit deinen Emotionen, Verletzungen und wahren Bedürfnissen nicht gesund umgehst, weil du Angst hast, dass du dann nicht mehr dazu gehörst und in dieser Firma keine Erfolgschancen mehr hast oder in einer Partnerschaft jemanden verlierst, dann kommst du mit „funktionieren“ früher oder später einfach an deine natürlichen Grenzen und diese gehen zu Lasten deiner psychischen oder physischen Gesundheit.

Vor diesen glücklichen Videobotschaften, Erfolgsgeschichten oder auch erst zaghaften Gehversuchen sich selbst im Internet zu zeigen, lagen mitunter tränenreiche Wegstrecken und echte Mühe, sich von all dem zu befreien, was das Leben schwer macht und mit einem selbst gar nicht mehr viel zu tun hatte. Diese Menschen haben ihre gedanklichen Grenzen und Limitierungen Schritt für Schritt erkannt und losgelassen. Natürlich geht das nicht immer einfach, aber einfach ist auch nicht immer nachhaltig.

Solltest du also das Gefühl haben, dass du ganz tief in deinem Herzen mehr Luft und Raum brauchst für dich selbst und Angst haben, dich mit deinen Bedürfnissen zu zeigen, kann es einfach sein, dass auch für dich die Zeit gekommen ist, liebevoll auf deine wahren Bedürfnisse zu schauen.

Wenn du aus Angst oder Scham nicht handelst, ist es sogar noch wichtiger.

Manchmal tut es dann einfach gut, sich professionelle Unterstützung z. B. durch ein Coaching zu holen oder sich einer Gruppe gleichgesinnter Menschen anzuschließen, die den Weg der Persönlichkeitsentwicklung gewählt haben.

Es kann so erholsam und heilsam sein festzustellen, dass auch andere Menschen in einem geschützten Rahmen den Mut fassen, ihre tiefste Wahrheit auszusprechen und damit berührbar und wahrhaftig zu werden. Und das ist meist die Sehnsucht, die wir uns im Alltag nicht eingestehen aus Angst ein Loser zu sein, der sein Leben nicht im Griff hat.

Mache also für dich den Unterschied und zünde dein inneres Licht wieder an. Damit erhellst du auch deine Umgebung und deine nächsten Menschen um dich herum. In deinem Leben bist du immer machtvoller als du bisher gedacht hast.

Ermächtige dich also wieder selbst und wie das Schritt für Schritt funktionieren kann, kannst du in meinen Coachings und Selbsterfahrungskursen wie z. B. in meiner NLP Practitioner Ausbildung lernen.

Wenn du als Frau an einer Entwicklungsstufe stehst oder in einer Lebenssituation bist, wo du dein Frausein auf die nächste Stufe führen möchtest, wäre vielleicht auch meine neue Workshop Serie BeWoman & BeYourself interessant für dich, die ich gemeinsam mit zwei Kolleginnen entwickelt habe. Weitere Informationen findest du unter diesem Link und hier kannst du dich auch zum kostenfreien Zoom Call am 25. Februar und 11. März anmelden.

Starte 2020 durch und habe Freude an deiner Selbstentwicklung. Vielleicht kann ich dich ein Stück dieses Weges begleiten.

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